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Warum Mantas so toll sind

Ja was sollen wir jetzt sagen? Sie sind enorm elegant, gross, schön, friedlich und zum Anfassen nah, wenn man sie dann mal zu (ins) Gesicht bekommt. Die Sache ist halt die: Es gibt viele Tauchplätze mit dem klingenden Namen Mantapoint, doch nur wenige verdienen ihn wirklich. Denn was nützt es einem, wenn an einem Ort pro Jahr zehn bis zwanzig mal Mantas gesichtet werden, wenn man auf keinem dieser Tauchgänge war?

Eben. Natürlich braucht es immer Glück, sie zu treffen, auch an unserem Spot. Vor allem aber braucht es Geduld. Denn üblicherweise trifft man Mantas da, wo verschiedene Strömungen (eine davon meist kalt) zusammentreffen und viel Plankton ist. Dann ist die Sicht halt schlecht und sie können auch 20 Meter an einem vorbeisegeln, ohne dass man das mitbekommt. Kommt hinzu, dass an solchen Tauchplätzen sonst nicht sonderlich viel zu sehen ist, sodass es dann schnell mal etwas langweilig ist und der Tauchgang sehr enttäuschend ist, wenn kein Manta auftaucht.

Ausserdem liegen die Plätze auch nicht immer gleich um die Ecke: Für uns bedeutete das 40 Minuten Anfahrt mit dem Speedboot. Bei unserem Tauchplatz hat es zwei Putzerstationen, wo die Mantas üblicherweise Halt machen für die Körperpflege. Sie lassen dann von diversen kleinen Fischchen den Dreck aus den Kiemen wegfressen und bleiben darum meistens etwas länger. Aber kommen müssen sie schon erst mal. Und so hängen wir im Wasser in 10 Meter Tiefe, schauen angestrengt ins trübe Blauwasser und frieren. Fast vierzig Minuten lang. Auf dem Finimeter tickt die Anzeige der Restluft herunter und man fragt sich schon, was man da jetzt genau macht.

Und dann kommen sie: Majestätisch, elegant, schön und eben atemberaubend. Die einen schlängeln sich um uns rum wie zum Spielen, und die ganze Warterei und das Frieren sind vergessen. Naja, nicht ganz, mir ist nach 69 Minuten unter Wasser so kalt, dass ich freiwillig die Mantas Mantas sein lasse, und mit 70 bar Restluft wieder zurück aufs Boot gehe. Und das will etwas heissen …

Nach einer Aufwärmpause in einer wärmeren Bucht machten wir noch einen Tauchgang auf der Suche nach dem berühmten Mola Mola, dem Mondfisch. Obwohl wir die 19 Grad kalte Strömung, die den Fisch normalerweise mitbringt, volle Kanne abbekamen, fanden wir ihn nicht. Dafür gabs jede Menge hübscher Korallen, Schneckenparty, hübsche Riffbarschschwärme unter Überhängen und das Highlight: die Seekobra.

3 Comments

  1. Ticinese
    Posted 23 August 2012 at 20:03 | #

    So faszinierend mit euch virtuell mittauchen zu dürfen. Wow!

  2. phuong
    Posted 24 August 2012 at 07:48 | #

    Nehmt ihr mir einen Nemo mit????

  3. martina & dominik
    Posted 24 August 2012 at 08:46 | #

    schöni bilder und lässiger blog!
    mir wünsched euch witerhin vell spass und erholig bim tauche.