Nachdem wir den Sonnenaufgang auf dem Narrowneck noch einmal so richtig genossen hatten, sagten wir den Blueys Goodbye mate und nahmen das Steuerrad nach Nowra in die Hände.
In Nowra hat es zwei Klettergebiete: Nowra selbst, ein Sportklettergebiet mit kurzen, harten Sportrouten und ganz am Meer, innerhalb eines Nationalparks und Militärgebiets am Point Perpendicular, ein mehrheitlich einfaches Trad-Gebiet.
Wir entschieden uns für Ambiente und Spass und ratterten über die Piste, einer Schlange ausweichend dahin. Seither hat unser Camper so einige Macken mehr … Unser Campingplatz war gleich daneben an der Honeymoon Bay, wo wir die Wärme in die Knochen (endlich wieder mal kurze Hosen und T-Shirts) und den Sonnenuntergang in die Seele fliessen liessen. Ja, ja, und zwei Bier hatten wir auch.
Am Abend zuvor hatten wir schon das Gebiet und die Carrots für die Abseilerei ausspioniert und konnten dank unseres Halbseils sinnvolle Stände basteln. Noch besser geeignet wäre allerdings ein Statikseil gewesen.
Abseilen, langsam waren wir uns das ja gewohnt, und wieder hinaufklettern, immer grad über dem Meerespiegel. Und viel selbst absichern. Der Fels ist gut gebändert oder es hat gute Risse, die sehr gut abzusichern sind. Allerdings ist er zum Teil auch sandig und nicht ganz bombenfest. Auf den letzten Metern der Routen sieht es aus wie ein Schwamm, viele Löcher und die werden nach oben auch noch immer besser. So macht das Aussteigen doppelt Freude.
Aber das Beste ist das Nachsichern. Oben an der Kante sitzen, die Füsse baumeln lassen, nach Walen Ausschau halten, dem Ameisenigel (Echidna) zuschauen, die grossen Seelöwen beim Wellnessen beobachten oder den Weissbauchseeadler bewundern und dazwischen wieder etwas Seil einziehen (wird auch Zeit, denkt die Nachsteigerin).
Nachdem wir «the hardest Route of Australia» geklettert hatten (6b, Sandsack) fuhren wir weiter in den Süden.
Am Morgen, nach Strandspaziergang, Kängis und Kaffee fuhren wir, noch immer auf dem Princess Highway, die Number One Australiens, weiter Richtung Melbourne. In Eden stoppten wir zwischen und genehmigten uns Calamares, Jakobsmuscheln, Garnelen und Catch-of-the-day-Fisch ganz frisch aus dem Meer, dazu Pommes. Es war auch megafein und hat später auch noch gleich für das Nachtessen gereicht (war angeschrieben als Platter for two). Dann ging es wieder auf die Strasse und die Scheibenwischer durften wieder arbeiten. Gegen Abend kamen wir in Ausverkauf an, ja die Stadt heisst wirklich Sale.
Auf dem Showground fanden wir dann auch eine angenehme warme Dusche in einem warmen Raum, darum beschlossen wir dann auch, dass die Kleider, bevor wir für eine Woche im Klettermekka verschwinden, mindestens so sauber sein müssten. Da war dann Rachels Geduld gefragt, zuerst durch Melbourne zirkeln, ohne die Tollroads zu benützen, bis nach Horsham fahren (ca. 350 km), noch dick einkaufen (für eine Woche halt) und anstelle sofort in die Grampians abzuhauen, noch einmal auf einem Campingplatz übernacht, um dort noch zu waschen, und Blog nachzuarbeiten.
Aber wir hatten ja noch andere Bedürfnisse. Ein Chrashpad musste her. Das kauften wir dann am nächsten Tag in Natimuk, und weil wir schon fast in den Arapiles waren, gingen wir die auch noch angucken. Da war es schon fast wieder schwierig wegzufahren, aber wir hatten ja den Zeltplatz am Mount Stapylton in den Grampians schon bezahlt …





























































